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Kostenlose Inspektion als DEKRA-Werkstatt-Tester

DEKRA Werkstatt-Test AnmeldungEine kostenlose Inspektion in einer Fachwerkstatt? Ja, es funktioniert tatsächlich. Ich habe den Werkstatt-Test für euch getestet. In einer Anzeige hatte ich von dem DEKRA-Werkstatt-Test erfahren und mich gleich angemeldet. Die Anmeldung erfolgte online, es mussten nur einige Fahrzeugdaten eigegeben werden.

Voraussetzung für den Werkstatt-Test:
Das Auto sollte maximal 10 Jahre alt sein, mit einer Laufleistung von maximal 200.000 km.

Ja, da passte mein MAZDA MX-5 mit seinen 7 Jahren genau rein.

Bei der Anmeldung habe ich gesehen, dass nur bestimmte Automarken bei DEKRA als Test-Autos angemeldet werden können. Darunter BMW, Fiat, Mazda, Nissan, Volkswagen, Volvo. Andere Automarken werden dort aktuell leider nicht getestet.

Bereits einige Tage nach meiner Anmeldung wurde ich von der DEKRA angerufen. Mir wurde ein Werkstatt-Test in Rhede angeboten. Das sind leider knapp 50 Kilometer von Oberhausen, aber da mein Mazda zur Inspektion fällig war und ich einen Testbericht für euch schreiben wollte, habe ich den Test zugesagt. Es wurden noch einige Fragen beantwortet und ich habe per E-Mail meinen Fahrzeugschein und den aktuellen Kilometerstand meines Mazsda MX-5 gesendet. Für den Werkstatt-Test sollte die Inspektion in Höhe von 178,50 Euro von DEKRA übernommen werden. Sollten andere Reparaturarbeiten stattfinden, müsse ich diese selbst bezahlen.

Anschließend habe ich mich telefonisch mit dem zuständigen Kfz-Sachverständigen der DEKRA kurzgeschlossen. Mit ihm sollte ich mich kurz vor dem Werkstatt-Besuch treffen, um mein Auto zu manipulieren. Mir wurde gesagt, dass ein paar Fehler in mein Auto eingebaut werden, die die Werkstatt dann finden soll. Selbstverständlich keine Mängel, die die Sicherheit gefährden. Der Sachverständige bat mich, mit der Werkstatt einen Termin zu vereinbaren und mich dann erneut zu melden. Den Werkstatt-Termin durfte ich selbst bestimmen, was ich super fand, denn wenn man berufstätig ist, ist es schwer, mitten am Tag einen Werkstatt-Termin wahrzunehmen.

Motorhaube MX-5 Werkstatt-TestIch habe anschließend im MAZDA Autohaus Becker angerufen, um dort einen Termin zu vereinbaren. Der Mitarbeiter war sehr freundlich und kam schon am Telefon sehr kompetent rüber. Obwohl es kurz vor 18 Uhr und damit kurz vor Feierabend war, hat sich der Mitarbeiter sehr viel Zeit genommen, um meine Fragen zu beantworten. Von dem Werkstatt-Test wusste er zu dem Zeitpunkt natürlich noch nichts. Ich habe mich natürlich zuerst für den Preis der Inspektion interessiert, da ich wissen wollte, ob der Test tatsächlich konstenlos sei, da mir von der DEKRA 178,50 Euro zugesagt wurden. Der Mitarbeiter hat anhand meiner Daten im elektronischen Scheckheft nachgesehen und konnte mir genau sagen, welche Inspektion jetzt fällig war. Der Preis passte und ein Ölwechsel war darin enthalten. Also habe ich mich direkt am Telefon entschlossen, die Inspektion in diesem Autohaus durchzuführen und habe am Freitag direkt einen Termin für Montagnachmittag erhalten. Die Inspektion sollte etwas über eine Stunde dauern, ich könne also warten und mein Auto direkt wieder mitnehmen. Alternativ könnte ich kostenfrei einen Leihwagen nutzen. Die eine Stunde Wartezeit war mir natürlich sehr lieb.

Den Termin habe ich anschließend telefonisch dem DEKRA Sachverständigen weitergegeben. Wir haben 10 Minuten vor dem Werkstatt-Termin einen Treffpunkt auf dem Parkplatz einer Imbissbude vereinbart, die direkt gegenüber des Autohauses liegt. Das war natürlich super praktisch. Die Manipulation meines Autos sollte also nicht viel Zeit in Anspruch nehmen.

Am Tag des Werkstatt-Termins bekam ich morgens einen Anruf von einem DEKRA Sachverständigen. Es war ein anderer Kollege, zu dem ich bisher keinen Kontakt hatte. Da mein bisheriger Ansprechpartner verhindert war, sollte der Anrufer an diesem Tag einspringen. Ich habe mich gefreut, dass mir das vorab mitgeteilt wurde und ich keine böse Überraschung erleben musste.

Rücklicht Mazda MX-5 Werkstatt-TestWie besprochen haben wir uns also kurz vorher auf dem Parkplatz der Imbissbude getroffen. Der freundliche Mitarbeiter hat sich kurz vorgestellt und dann direkt mein Auto kurz inspiziert und einige Mängel eingebaut. Zum Beispiel hat er etwas Luft aus einem Reifen gelassen und eine Rückfahrlampe beschädigt, so dass sie nicht mehr leuchtete. Alles Mängel, die von der Werkstatt gefunden werden sollten.

Er drückte mir anschließend einen Fragebogen in die Hand, diesen könne ich in der Stunde Wartezeit, während mein Auto in der Inspektion sei, ausfüllen. Sobald ich den Anruf von der Werkstatt erhalte, dass mein Auto fertig sei, sollte ich ihn wieder anrufen. Er hat mir dann noch ein Café empfohlen, in dem ich die Stunde Wartezeit bei dem besten Kakao der Stadt verbringen könnte.

Nach dem die Manipulationen an meinem Auto durchgeführt wurden, bin ich ins Autohaus Becker und habe dort mein Auto angemeldet. Ich wurde freundlich begrüßt und mein Auto wurde direkt mit in die Werkstatt genommen. Was mir sehr positiv aufgefallen ist und ich so bisher auch noch in keinem Autohaus erlebt habe, ist dass ich mit in die Werkstatt genommen wurde und dass ich mir das Auto unter der Hebebühne ansehen durfte. Es wurde direkt gesehen, dass das Rücklicht defekt ist (was ja auch der DEKRA Sachverständige manipuliert hatte), aber leider auch, dass die Bremsen abgefahren sind. Das war also das komische Geräusch, dass ich seit einigen Wochen an meinem Auto festgestellt hatte. Diese mussten leider erneuert werden. Der Werkstattmonteur hat auch noch festgestellt, dass meine Hauptuntersuchung auch jetzt fällig war. Da die Bremsen nicht vorrätig waren musste diese Reparatur bis zum nächsten Morgen warten. Dort könne ich auch meinen Wagen direkt vom TÜV abnehmen lassen. Diese Leistungen habe ich dann im Autohaus beauftragt. Mit diesen Bremsen wollte ich natürlich nicht nach Oberhausen zurückfahren und die TÜV-Abnahme nimmt so auch keine weitere Zeit mehr für mich in Anspruch. Ich wusste natürlich, dass ich diese Zusatzleistungen selbst bezahlen müsse und diese nicht in der kostenfreien Inspektion enthalten sind.

TÜV-Plakette Werkstatt-TestWie bereits telefonisch versprochen, wurde mir ein kostenfreies Ersatzauto angeboten. Dafür wurde wie üblich mein Führerschein verlangt und als Neukunde auch mein Personalausweis. Nachdem eine Kopie davon gemacht wurde und ich den „Mietvertrag“ unterschrieben hatte, bekam ich eine kurze Einweisung in meinen neuen MAZDA CX-5 und habe nach ca. 45 Minuten, also fast der geplanten Stunde das Autohaus verlassen.

Ich bin vom Autohausgelände gefahren und habe in einer Seitenstraße erneut angehalten um direkt den Kfz-Sachverständigen zu informieren, dass der Werkstatt-Test doch nicht mehr heute aufgelöst werden kann, sondern erst am nächsten Tag. Darüber war er, genau wie ich, natürlich nicht sehr erfreut, denn er hat mit der angekündigten Stunde gerechnet. Vorab konnte natürlich niemand wissen, dass noch Reparaturarbeiten nötig sind, die Ersatzteile benötigen, die nicht auf Lager sind.

Den Fragebogen hatte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht ausgefüllt, da ich die ganze Zeit im Autohaus beschäftigt war. Der DEKRA-Mitarbeiter bat mich, ihm diesen vorab per Fax oder E-Mail zu senden.

Als ich zu Hause ankam, habe ich mir den Fragebogen vorgenommen. Auch wenn die Organisation durch die DEKRA bis dahin einen perfekten Eindruck machte, ist mir direkt ein Punkt aufgefallen, der bei zukünftigen Tests durch die DEKRA noch verbessert werden kann. Der Testbogen war nicht angekündigt und wurde erst auf dem Parkplatz ausgegeben. Dieser sollte unbedingt vorab per E-Mail an den Tester geschickt werden, denn er erhielt einige Fragen, die schon das Telefonat mit der Werkstatt zur Terminvereinbarung betrafen. Es ist natürlich schwer, sich daran zu erinnern, und man achtet natürlich viel genauer auf bestimmte Punkte, wenn man sich vorab den Fragebogen durchliest. Zum Beispiel sollte der Werkstatt-Mitarbeiter mir am Telefon unaufgefordert den Preis der Inspektion nennen und ich sollte daher nicht danach fragen. Da ich den Fragebogen nicht kannte, war das eine meiner ersten Fragen. Es konnte also gar nicht getestet werden, ob der Mitarbeiter mir den Preis auch so mitgeteilt hätte. Diesen Tipp habe ich dann gemeinsam mit dem Fragebogen an den DEKRA-Mitarbeiter gesendet und ihm auch am nächsten Tag noch mal mündlich den Verbesserungsvorschlag mitgeteilt.

Am nächsten Tag habe ich den DEKRA Mitarbeiter angerufen, um einen Termin zur Abholung zu vereinbaren, denn schließlich musste er dabei sein, um den Test aufzudecken  und einige Punkte durchzugehen. Ich hatte bis dahin noch keine Info vom Autohaus erhalten, dass mein Auto fertig sei. Ich habe also auch dort angerufen. Es wurde noch ein Ersatzteil angefragt, das ich gebraucht hätte, um meine Zentralverriegelung zu reparieren, aber die knappen 700 Euro waren mir dann doch zu teuer, um meine Zentralverriegelung zu reparieren. Also habe ich mich für den gleichen Abend zur Abholung angemeldet. Telefonisch wurde mir schon der Rechnungsbetrag mitgeteilt. Er war niedriger als erwartet, denn es wurden keine Original MAZDA Bremsen verbaut sondern gleichwertige. Mich hat es natürlich gefreut, da ich so noch ein paar Euro gespart habe.

Ich habe mich erneut mit dem DEKRA Mitarbeiter an der Imbissbude getroffen und ihm noch mal den Fragebogen als Original in die Hand gedrückt. Er bat mich, mein Auto abzuholen und sobald es zur „Zahlung“ kommt, den Werkstatt-Test aufzudecken und ihn hinzu zu rufen.

Genauso ist es auch gelaufen. Ich habe den Leihwagen zurückgegeben und den Schlüssel gegen meinen getauscht. Mir wurden alle Mängel erklärt, die gefunden und behoben wurden, aber auch Hinweise, die ich in naher Zukunft erledigen sollte. Die Rechnung wurde mit mir im Detail durchgegangen. Als wir dazu kamen, wie die Rechnung bezahlt werden solle, habe ich gesagt, dass es sich um einen Werkstatt-Test der DEKRA handele und ich jetzt einen DEKRA-Mitarbeiter hinzu rufe. So einen Werkstatt-Test kannte das Autohaus bisher noch nicht. Ein Mitarbeiter sagte sogar „ach, dann bleibe ich noch…“, obwohl er eigentlich schon Feierabend hatte. „Wir haben ja nichts zu befürchten“ sagte ein Autohausmitarbeiter. Und das sah ich genauso, denn ich habe mich in diesem Autohaus sehr gut aufgehoben gefühlt. Man hat sich Zeit für die Kunden genommen.

Der DEKRA-Kollege kam hinzu, hat sich kurz vorgestellt und alles aufgeklärt. Gemeinsam haben sie sich mein Auto und die Rechnung angesehen. In der Zeit sollte ich den Fragebogen zu Ende ausfüllen, denn es gab auch Fragen, die sich erst auf den Zeitraum der Rücknahme des Autos bezogen.

Die Rechnung sollte geändert werden, denn schließlich übernimmt die DEKRA die Kosten in Höhe von 178,50 Euro meiner Inspektion.

Mein Fazit: Eine schöne Gelegenheit, sein Auto fachgerecht zur Inspektion zu bringen. Man kann sich sicher sein, dass alle Arbeiten vernünftig durchgeführt werden, da auch ein DEKRA-Angestellter sein Auge darauf wirft. Und das auch noch kostenfrei. Mein Freund meinte zwar vor dem Test, es sei „gemein gegenüber des Autohauses“, aber das sehe ich nicht so. Durch solche Tests sorgt man auch dafür, dass gewisse Qualitätsstandards eingehalten werden und falls es Mängel in der Servicequalität gibt, diese behoben werden.

Ich kann es nur jedem empfehlen!

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